Die Stolperstein-Initiative am Teute
Eine Zeit lang traf sich eine Stolperstein-Initiative bei uns im Haus. Die Gruppe setzte sich zusammen aus Pat/innen, Aktiven die bereits Erfahrung in der biografischen Recherche zu Stolpersteinen haben und solchen, die entlang konkreter Adressen, die Lebensgeschichten von Hausbewohner/innen recherchieren wollten. Wir tauschten Informationen aus, unterstützten uns gegenseitig bei Recherchen und wollten gemeinsame Projekte anstoßen. Aktuell ruht die Initiative.
Wir freuen uns jedoch über Menschen, die Lust haben, diese wieder aufleben zu lassen!

Stolperstein fuer ehemalige Heimleiterin

Werde Stolperstein-Pate
Wer kennt sie nicht? – Die messingfarbenen Stolpersteine werden bereits seit 1994 durch verschiedenste Initiativen/Einzelpersonen verlegt. Sie machen uns aufmerksam auf die Schicksale ehemaliger Bewohner/innen, die im Nationalsozialismus Opfer von Entrechtung und Verfolgung, von Deportation und Ermordung wurden. Die Steine werden am letzten Wohnort dieser Menschen verlegt. Damit die Stolpersteine weiterhin ein lebendiger Teil unserer Erinnerungskultur bleiben, damit sie die Menschen wieder vom Gehweg aus anblitzen und „stolpern lassen“, haben wir dieses Patenschaftsprojekt ins Leben gerufen.

Eine Patenschaft bedeutet zunächst einmal im ganz wörtlichen Sinne, sich um den Stein zu kümmern, regelmäßig nach ihm zu sehen und ihn zu putzen. Vieles mehr ist möglich, wie die weitere Recherche zu den Schicksalen der Menschen hinter den Stolpersteinen, die Verlegung weiterer Stolpersteine oder auch die organisatorische Unterstützung des Projekts. Im Rahmen des Projekts finden mehrmals im Jahr thematische Veranstaltungen für die Patinnen und Paten statt, zum Beispiel Begegnungen mit Zeitzeug/innen oder ein Rundgang durch den Stadtteil zum früherem jüdischen Leben. Wir sind offen für Ihre/ eure Ideen und Wünsche.

Eine Patenschaft braucht nur ein kleines bisschen Zeit – und ist ein wichtiges Zeichen gegen Vergessen und Gleichgültigkeit!

Einen kurzen Text zu seiner Patenschaft schreibt Dr. Stefan Schneider.